Inhalt

Mitteilungen des Gemeinderates vom 6. April 2021

7. April 2021

Jahresrechnung 2020 mit einem Plus von 3,2 Mio. Franken

Aus der Jahresrechnung der Politischen Gemeinde Wald resultiert für das vergangene Jahr ein Ertragsüberschuss in der Höhe von 3,167 Millionen Franken. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 0,452 Millionen Franken.

Die Rechnung der Einheitsgemeinde Wald schliesst bei einem Aufwand von 66,328 Millionen Franken und einem Ertrag von 69,495 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 3,167 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 0,452 Millionen Franken. Der veranschlagte Totalaufwand wurde um 0,497 Millionen Franken überschritten, der Totalertrag um 3,213 Millionen Franken übertroffen.

Die Abrechnung 2020 weist einen Mehrertrag an Steuereinnahmen für das ordentliche Steuerjahr von 955'000 Franken gegenüber dem Budget (CHF 19'886'000) aus. Bei den Grundstückgewinnsteuern ist ein Mehrertrag von 533'000 Franken gegenüber dem angesetzten Budgetbetrag von 2,7 Millionen Franken ausgewiesen. Demgegenüber blieb der Ertrag aus Quellensteuern um 266'000 Franken hinter den Erwartungen zurück (Budget CHF 700'000). Bei der Bildung resultiert ein um rund 1 Million Franken besseres Resultat als budgetiert. Die Minderausgaben betreffen zur Hälfte tiefere Ausgaben bei den externen Sonderschulungen. Die restlichen Abweichungen sind zurückzuführen auf tiefere Kosten für die Schulliegenschaften, geringere Personalkosten und viele infolge der Corona-Pandemie nicht durchgeführte Aktivitäten der Schule wie zum Beispiel Lager, Schulreisen und Exkursionen. Mehrkosten von 0,25 Millionen Franken resultieren beim Bereich Gesundheit, weil die Pflegefinanzierungskosten gegenüber dem Budget höher ausfielen. Die grösste Abweichung auf der Aufwandseite ist bei der Sozialen Sicherheit mit rund 1,2 Millionen Franken Mehrkosten zu finden, denen jedoch auf der Ertragsseite rund 1,4 Millionen Franken Mehrerträge aus Rückerstattungen gegenüberstehen.

Der Ressourcenzuschuss des Kantons Zürich beträgt 20'489'041 Franken, was einen Minderertrag gegenüber dem Vorjahr von 910'000 Franken bedeutet. Demgegenüber fiel der geographisch-topografische Sonderlastenausgleich mit 3'343'000 Franken um 37'000 Franken höher aus als im Vorjahr. Im Total beträgt der kantonale Finanzausgleich für das Jahr 2020 rund 23,8 Millionen Franken.

In der Investitionsrechnung wurden im Verwaltungsvermögen Ausgaben von 8,945 Millionen Franken und Einnahmen von 0,804 Millionen Franken verbucht, woraus Nettoinvestitionen in der Höhe von 8,141 Millionen Franken resultieren. Diese wurden in diverse Projekte der Schulliegenschaften (CHF 2'686'000; u.a. Erweiterung und Sanierung Kindergarten Jonastrasse, Planung für die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Laupen), in die Fertigstellung des Holz-Wärmeverbunds Hallenbad (CHF 400'000), in die Sanierung mehrerer Schiessanlagen (CHF 1'296'000), in den Unterhalt von Gemeindestrassen (CHF 2'205'000) sowie in die Umwelt und Raumordnung (Abwasserbeseitigung, Abfallbeseitigung, Gewässerunterhalt, total CHF 1'505'000) investiert.

Erfolgsrechnung 2020 – Bruttoaufwand

 

Rechnung

2020

Budget

2020

Abweichung

in CHF

Abw.
in %

Allgemeine Verwaltung

5'267'005.74

5'028'300

+238'705.74

+4.75%

Öffentliche Ordn. & Sicherheit

2'810'961.10

3'130'800

-319'838.90

-10.22%

Bildung

24'996'032.98

25'943'800

-947'767.02

-3.65%

Kultur, Sport und Freizeit

1'781'728.52

1'887'000

-105'271.48

-5.58%

Gesundheit

4'847'509.75

4'598'700

+248'809.75

+5.41%

Soziale Sicherheit

17'050'591.01

15'861'200

+1'189'391.01

+7.50%

Verkehr

3'711'767.17

3'935'900

-224'132.83

-5.69%

Umweltschutz & Raumordnung

4'386'997.53

4'094'600

+292'397.53

+7.14%

Volkswirtschaft

596'391.17

532'500

+63'891.17

+12.00%

Finanzen und Steuern

878'945.05

817'800

+61'145.05

+7.48%

 

Erfolgsrechnung 2020 – Bruttoertrag

 

Rechnung

2020

Budget

2020

Abweichung

in CHF

Abw.

in %

Allgemeine Verwaltung

1'244'829.77

1'100'400

+144'429.77

+13.13%

Öffentliche Ordn. & Sicherheit

1'251'309.21

1'176'300

+75'009.21

+6.38%

Bildung

2'767'965.78

2'688'500

+79'465.78

+2.96%

Kultur, Sport und Freizeit

380'060.19

521'100

-141'039.81

-27.07%

Gesundheit

530.15

500

+30.15

+6.03%

Soziale Sicherheit

8'138'504.72

6'709'600

+1'428'904.72

+21.30%

Verkehr

301'242.50

161'000

+140'242.50

+87.11%

Umweltschutz & Raumordnung

3'366'950.91

3'095'700

+271'250.91

+8.76%

Volkswirtschaft

1'562'515.71

1'441'000

+121'515.71

+8.43%

Finanzen und Steuern

50'481'182.80

49'388'400

+1'092'782.80

+2.21%

Die Jahresrechnung wird der Gemeindeversammlung vom 24. Juni 2021 zur Abnahme unterbreitet.

 

Goldmedaille bestätigt

Die Zertifizierung wurde erneuert: Wald ist und bleibt für mindestens drei weitere Jahre Energiestadt GOLD.

 

Energiestadtlabel
Goldlabel Energiestadt

Der Gemeinde Wald, Energiestadt seit 2009, wird nach eingehender Prüfung und Würdigung der nachweisbaren und vorbildlichen Resultate in der kommunalen Energiepolitik erneut das Label Energiestadt verliehen. Darüber hinaus wird die Energiestadt Wald wiederholt mit dem European Energy Award GOLD ausgezeichnet. Der Trägerverein hält fest: «Die Gemeinde erhält den Award für das kontinuierliche und auch im europäischen Vergleich herausragende Engagement für die zielgerichtete und erfolgreiche Umsetzung von energieeffizienten Massnahmen sowie für die konsequente Nutzung von erneuerbaren Energien.»

 

Neuer Schulvertrag führt Bewährtes fort

Wald und Fischenthal haben sich auf einen neuen Schulvertrag geeinigt. Dieser regelt die Fortführung der bewährten gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit im Schulhaus Ried und im Kindergarten Gibswil. Der Anschlussvertrag wird der Walder Gemeindeversammlung vom 24. Juni 2021 zum Entscheid vorgelegt.

Der geltende Schulvertrag zwischen Wald und Fischenthal regelt die Beschulung von Kindergartenkindern und Primarschülern aus dem Fischenthaler Ortsteil Gibswil sowie der zugeteilten Walder Kinder durch die Schule Wald. Unterrichtet wird im Walder Schulhaus Ried und im Kindergarten Gibswil der Gemeinde Fischenthal. Weiter hält der Vertrag die Aufteilung der Betriebs- und Investitionsfolgekosten fest; gültig ist er bis am 31. Juli 2022. Folglich waren die Schulpflegen aufgefordert, die Notwendigkeit der Ausarbeitung eines neuen Vertrages zu prüfen, die aus Sicht beider Schulpflegen gegeben ist.

 

Schulhaus Ried

Schulhaus Ried – im Eigentum der Gemeinde Wald stehend.

Kindergarten Ried

Kindergarten Gibswil – im Eigentum derGemeinde Fischenthal stehend.


Der neue Vertrag sieht wie der bisherige als wesentliches Merkmal vor, die Schülerinnen und Schüler des Einzugsgebiets Gibswil vom Kindergarten bis zum Abschluss der 6. Klasse gemeinsam mit Walder Schülerinnen und Schülern durch die Schule Wald zu unterrichten. Ebenfalls werden die finanziellen Folgen geregelt. Beide Schulpflegen legten bei der Erarbeitung der Konditionen Wert auf eine möglichst faire und transparente Kostenberechnung. Bislang bezahlten die Fischenthaler für die Beschulung eine Betriebskostenpauschale, zusätzlich beteiligten sie sich hälftig an den Investitionsfolgekosten für das Schulhaus Ried. Wald bezahlte für die Benützung des Kindergartengebäudes Gibswil ebenfalls eine Betriebskostenpauschale. Jetzt einigten sich die beiden Schulpflegen einvernehmlich auf ein revidiertes Berechnungsmodell. Es wird inskünftig eine Betriebspauschale sowie eine Benützungspauschale erhoben, wobei in Letztere die Investitionskosten für das Schulhaus Ried und das Kindergartengebäude Gibswil inkludiert werden.

Der Gemeinderat unterstützt den Antrag der Schulpflege auf Fortführung der bewährten gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit und wird den Anschlussvertrag der Gemeindeversammlung vom 24. Juni 2021 zum Entscheid vorlegen.

 

Sammelstellen bleiben in gleichen Händen

Aus einem öffentlichen Submissionsverfahren für den Betrieb und die Betreuung der Walder Wertstoffsammelstellen resultiert der Zuschlag an das bisherige Unternehmen.

Im Herbst des letzten Jahres stimmte die Gemeindeversammlung der weiteren Auslagerung von Betrieb und Betreuung der Walder Wertstoffsammelstellen an einen professionellen privaten Anbieter zu.

Aus der öffentlichen Auftragsausschreibung resultiert der Zuschlag an die Keller Recycling AG, welche die Hauptsammelstelle Schützenstrasse sowie die Nebensammelstellen Bahnhof, Laupen, Ried und Windegg schon seit 2012 betreut.