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Mitteilungen des Gemeinderates vom 7. Juni 2022

7. Juni 2022

Spitalliste Rehabilitation: Der Gemeinderat nimmt Stellung

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat die Spitalplanung 2023 in die Vernehmlassung gegeben. Bewerber und andere interessierte Kreise können sich zum Strukturbericht und zu den provisorischen Spitallisten 2023 äussern. Die Gemeinde und besonders das Zürcher RehaZentrum Wald sind vom Teil Rehabilitation betroffen. Der Gemeinderat nimmt dazu Stellung und platziert konkrete Anträge bei der federführenden Gesundheitsdirektion.

Der Zürcher Regierungsrat hat die Spitalplanung, bestehend aus Strukturbericht und provisorischer Spitallisten, in die Vernehmlassung gegeben. Die Gemeinde und besonders das Zürcher RehaZentrum Wald sind vom Teilbereich Rehabilitation betroffen. Hier führt die Regierung aus, dass die Gesundheitsdirektion mit der Bewerberin klären werde, ob die Zürcher RehaZentren ihre Leistungen mittel- bis langfristig anstatt in Wald an einem geeigneteren Standort erbringen beziehungsweise anbieten könnten. Wald sei weder zentrumsnah noch in der Nähe eines Akutspitals gelegen. Dazu nimmt der Gemeinderat zuhanden der kantonalen Gesundheitsdirektion Stellung.

Wichtige Rolle des RehaZentrums in der stationären Rehabilitation
Dem Zürcher RehaZentrum Wald kommt heute als grösste und bestens funktionierende innerkantonale Klinik eine wichtige Rolle in der stationären Rehabilitation der Zürcher Bevölkerung zu. Seit über 100 Jahren in der Gemeinde verwurzelt, ist sie mit den meisten Arbeitsplätzen vor Ort wirtschaftlich von wesentlicher Bedeutung. Die Vielfalt und Kontinuität des Stellen- und Ausbildungsangebotes sowie die Nachfrage nach einer hochqualifizierten Arbeitnehmerschaft sind äusserst wertvoll. Damit das RehaZentrum für Wald ein wirtschaftlicher Leuchtturm bleibt, von dem auch vor- und nachgelagerte Betriebe der Region profitieren können, wird eine zukunftsgerichtete Erneuerung angestrebt. Der Gemeinderat unterstützt die Bestrebungen der Stiftung Zürcher RehaZentren mit allen seinen Kräften, auf dem Faltigberg mit einem Ersatzneubau ein modernes RehaZentrum betreiben und weiterhin hochwertige Rehabilitationstherapien anbieten zu können. Die volkswirtschaftliche Bedeutung runden die dezentrale Arbeitsplatzverteilung im Kantonsgebiet, die entgegenlaufenden Verkehrsströme und die Stützung einer Randregion ab. Dank der Institutionsgrösse mit den vielen Patientinnen und Patienten, Besucherinnen und Besuchern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr gewährleistet, was hinsichtlich Nachhaltigkeit und Attraktivität beachtliche Synergien mit sich bringt.

Nachvollziehbare Entwicklung
Im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung und der oftmaligen Multimorbidität der Patientinnen und Patienten ist für den Gemeinderat der Bedarf nach zunehmend wohnorts- und akutspitalnahen Versorgungsstrukturen in der Rehabilitation nachvollziehbar. Parallel dazu ist der Gemeinderat aber auch von der Nachfrage und einem «Markt» für Rehabilitationstherapien überzeugt, bei denen gerade eine wohnortsfernere Lage für den abschliessenden Genesungsprozess absolut geeignet und die Akutspitalnähe irrelevant ist. Untermauert wird dies durch die Tatsache, dass sich heute rund zwei Drittel der Zürcher Patientinnen und Patienten in einer ausserkantonalen Rehabilitationsklinik – und so aus Zürcher Sicht weder wohnorts- noch akutspitalnah – behandeln lassen. Der innerkantonale Anteil würde mit der neuen Spitalplanung von 31 auf prognostizierte 49 Prozent steigen. Das ist grundsätzlich begrüssenswert, trotz allem muss es auch innerhalb des Kantons Zürich ein wohnorts- und spitalferneres Rehabilitationsangebot geben. Wald ist dafür der bestens geeignete Standort – nah und doch genügend peripher gelegen.

Antrag an die Gesundheitsdirektion
Der Gemeinderat hat den konkreten Antrag auf Anpassung der Formulierung im Strukturbericht gestellt, wonach die Zürcher RehaZentren prüfen sollen, ihre Leistungen mittel- bis langfristig zusätzlich zu Wald an einem anderen Standort in der Versorgungsregion Zürcher Oberland erbringen beziehungsweise anbieten zu können.

 

Fachstelle Alter hat Betrieb aufgenommen

Christine Gasser, Altersbeauftragte

Die Gemeindeversammlung bewilligte Ende des letzten Jahres eine zentrale Anlaufstelle für das Alter. Diese soll koordinieren und vernetzen, beraten und vermitteln, Bestehendes pflegen und neue Angebote schaffen und zu guter Letzt mit den Anspruchsgruppen kommunizieren und sie informieren. Mitte Mai hat nun Christine Gasser (Foto), eine ausgewiesene Fachperson mit langjähriger Erfahrung in der Altersarbeit, ihre Tätigkeit als Altersbeauftragte aufgenommen.

Ihr Büro befindet sich im Alterszentrum Rosenthal der Stiftung Drei Tannen. Kontakt: Telefon
055 256 11 70 oder E-Mail christine.gasser@wald-zh.ch.

 

Viele Eingaben für den Energiepreis

Die Eingabefrist für den Walder Energiepreis ist abgelaufen und die Fachjury darf sich über neun eingegangene Projekte freuen. Sie verfolgen innovative Ansätze bezüglich Energieeffizienz, Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz und wurden in Wald umgesetzt. Die Eingaben reichen von einfachen technischen Anwendungen zur Energieeinsparung bis hin zur Umrüstung kompletter Heizsysteme grösserer Überbauungen. Zusammen mit einer Fachjury werden die Projekte nun auf «Herz und Nieren» geprüft. Wer die Siegerinnen oder Sieger sind und was die jeweiligen Projekte auszeichnet, wird im Herbst bekannt gegeben.

Tastatur mit Holzwürfel und Briefpiktogramm